Psychologische und karmische Astrologie

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Aktualisiert am Montag, den 19.05.2008
 

Herausfinden der Geburtszeit

 

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Falls Sie aus verschiedenen Quellen unterschiedliche Angaben haben,
bitte bei der Anmeldung beide angeben.

 

Der Laie kann meist nicht abschätzen wie wichtig ein genauer und abgesicherter zeitlicher Aus­gangspunkt für die Berechnungen ist. Wenn sich Mütter überhaupt an eine Zeit erinnern, dann ist es meist aufgrund des letzten Blicks auf die Uhr vor der entscheidenden Phase oder des ersten Blicks nach der Geburt. Aber welcher war es denn nun? Und wie ist es mit dem subjektiven Zeitgefühl in einem solchen Ausnahmezustand? Und wenn vielleicht noch eine unvorhergesehene Aufregung dazu­kommt, dann ist die Zeit schnell vergangen.

 

Nach meiner Erfahrung sind die mündlich geäußerten Erinnerungen der Mütter zu etwa 50% der Fälle ungenau, mit Abweichungen bis zu 12 Stunden (Verwechslung von 6 Uhr morgens mit 6 Uhr abends)! Dennoch wird bei Nachfrage meist fest behauptet, sich gut zu erinnern ...

Deshalb bitte ich eindringlich, sich die Mühe zu machen, die Geburtszeit auf einem der Wege, die unter 1-4 empfohlen sind, ausfindig zu machen.

 

1. Geburtsurkunde

Auf Geburtsurkunden ist die Uhrzeit oft eingetragen, oft nicht. Es lohnt sich, dies zuerst einmal zu Hause festzustellen, bevor man anderswo aktiv wird. Es ist jedoch nicht nötig, extra eine Urkunde anfertigen zu lassen

 

2. Geburtsregister des Standesamts bzw. Zivilstandsamts

Die Standesämter / Zivilstandsämter müssen die von der Klinik, der Hebamme oder den Eltern damals gemeldete Uhrzeit unbefristet auf­bewahren. Aufgrund des Datenschutzes können die Angaben nur von den Eltern und von einem selber, eventuell vom Ehepartner oder den Kindern dort erfragt werden, jedoch nicht telefonisch. In Österreich sind bis 1938(?) die Kirchenbücher zu konsultieren (Achtung vor Verwechslung mit der Taufzeit!).

 

Es gibt 4 Vorgehensweisen:

  • Mit Ausweis selber hingehen.
  • Ein Elternteil, der noch im Ort lebt, geht dort vorbei.
  • Jemand anderes geht mit einer Vollmacht vorbei.
  • Man schreibt 3 Zeilen mit den eigenen Angaben und den Namen der Eltern und legt einen frankierten, adressierten Briefumschlag bei.

Z.B. "Ich heiße ..... und bin als Sohn / Tochter (Mädchenname) von ..... und ..... am ..... in ..... geboren. Ich bitte um formlose Mitteilung meiner Geburtszeit (bitte keine Urkunde)."

Variante: "Als meine Geburtszeit ist mir ..... bekannt. Ich bitte um Bestätigung oder Korrektur dieser Angabe."

 

Bei kleineren Orten genügt als Adresse meistens "Standesamt, Abteilung Geburtsregister" (in der Schweiz "Zivilstandsamt") sowie PLZ und Ort. In deutschen Großstädten gibt es mehrere Standesämter, dann ist es notwendig, das für den Geburts- bzw. damali­gen Wohnbezirk der Eltern zuständige Amt anzuschreiben.

Dabei braucht man keine kostenpflichtige Urkunde zu bestellen, die man nicht sofort und möglicherweise nur per Nachnahme bekommt. Bei persönlichem Erscheinen bekommt man mündlich sofort Aus­kunft, bei schriftlicher Anfrage nach wenigen Tagen (in Großstädten auch erst nach Wochen).

 

3. Klinik

Kliniken heben die Geburtszeit etwa 20-25 Jahre auf und geben, wenn man sich persönlich oder schriftlich ausweist, meist umgehend Auskunft. Ein vorheriger Anruf klärt das beste Vorgehen.

 

 

4. Tagebuch

Eine gute Quelle ist auch ein Tagebuch der Eltern, denn es fixiert die damalige Kenntnis und ist nicht vom Erinnerungsvermögen nach langer Zeit abhängig. Falls man Zugang zu einem Tagebuch hat, bitte auch gleich die Geburtsumstände mit notieren: normal, eingeleitet, spontan, schwer, Nabelschnur um Hals, Zange, Kaiserschnitt, "Brut­kasten", 7-Monats-Kind, Gelbsucht, Blutaustausch, Probleme der Mutter etc. Dies kann bei der Einschätzung der Genauigkeit und bei meinen Vorbereitungen sehr nützlich sein. Für Kinder-Horoskope ist es besonders wichtig.

 

5. Erzählung der Eltern

Erzählungen der Eltern sind besser als keine Angaben, hier verlassen wir jedoch wir die schriftlichen Quellen. Mündliche Angaben der Eltern aus dem Gedächtnis sind fast immer viel ungenauer als behauptet wird. Sehr selten kommt es allerdings auch vor, dass die Mutter (per Tagebuch) richtiger liegt als das Amt (Abschreibfehler). Bevor man sich auf Äußerungen der Eltern verlässt, sollte man unbe­dingt alles unter den Punkten 1-4 Erwähnte unternehmen. Ungenaue oder falsche Angaben führen zu erhöhtem Arbeitsaufwand, zu Frust und Mehrkosten!

 

6. Erzählung anderer Verwandter

Ausnahmsweise gibt es Umstände, bei denen man auf die Erinnerung anderer Verwandter (älterer Geschwister, Tanten, Großeltern) zurückgreifen muss, um überhaupt einen Anhaltspunkt zur Geburts­zeit zu bekommen. Das ist für den Astrologen die zweitschlechteste Ausgangslage und bedeutet mehrfachen Arbeitsaufwand, der nicht pauschal abgerechnet werden kann. Außerdem sind auf ungesicherter Grundlage nicht alle Aussagen möglich.

 

7. Keine Unterlagen

Sind Sie die Punkte 1 - 6 systematisch durchgegangen und stellen fest, dass alle Quellen ausgeschöpft sind und wirklich niemand mehr zu fragen ist, dann gibt es ein sehr mühsames Unterfangen: die "Geburtszeit-Ermittlung". Es ist sehr, sehr aufwändig, sehr(!) kost­spielig und das Ergebnis bleibt mit Restzweifeln behaftet, die oft erst per Beobachtung über die folgenden Jahre ausgeräumt werden können. Ich habe dies deshalb aus meinem Programm heraus­genommen.