Psychologische und karmische Astrologie

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Aktualisiert am Montag, den 19.05.2008
 

Geburtszeit-Korrektur - wozu und für wen ?

 

Ein Geburts-Horoskop ohne Geburtszeit-Korrektur zu deuten, ist wie ein Musikstück auf einem ungestimmten Instrument zu interpretieren!

 

Achtung!


Dieses Thema ist zwar eines der elementarsten in der astrologischen Arbeit, ist aber unbequem und wird selbst von vielen Astrologen umgangen.

 

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Siehe auch Begriffe + Erklärungen / Geburtszeit

Siehe auch Begriffe + Erklärungen / Geburtszeit-Korrektur

 

 

 

Das Problem

 

Es ist bisher weder wissenschaftlich noch philosophisch klar, welcher Zeitpunkt im Geburtsablauf der entscheidende ist, wann sich menschliches Bewusstsein in den irdischen Zeitlauf "einklinkt". Der ganze Vorgang ist ein Phänomen, um nicht zu sagen ein Naturwunder. Sogar das, was während der Geburt physisch vor sich geht, ist rein medizinisch gesehen nicht in allen Aspekten wirklich klar.

 

Unabhängig davon stellen sich kritische Fragen zu dem, was wir "Geburtszeit" nennen:

  • Was wurde beobachtet? Worauf bezieht sich die Zeitangabe? Auf den Beginn der Presswehen, das Heraustreten des Kopfes, die vollständige Geburt, den ersten Atemzug, das Durchtrennen der Nabelschnur oder noch etwas anderes?

  • Wann wurde die Zeit aufgeschrieben? In welcher Phase des Geschehens, bei welchem Hand­griff schaute man zur Uhr? Oder kam man erst dazu nachdem alles vorbei war?

  • Hat vielleicht eine unvorhergesehene Aufregung oder eine Verzögerung im Nachhinein auf- oder abrunden lassen?

  • Wie ist das Personal in einem bestimmten Land, einer bestimmten Klinik oder die private Hebamme geschult? Wann soll sie auf die Uhr schauen etc.? Wie viel Wert legte man auf Genauigkeit?

Dazu kommt immer noch der Spielraum, den jede Deutung gibt - auch bei noch so gut recher­chierter Uhrzeit und exakter Berechnung der Konstellationen. Als Astrologe ist man verpflichtet bei den mathematischen Vorbereitungen wenigs­tens die erkennbaren Fehlerquellen auszuschließen.

 

 

Die Konsequenzen


In der letzten Phase der Geburt gibt es offenbar einen entscheidenden Moment, der auch Ausgangspunkt astrologischer Arbeit ist und gefunden werden muss, wenn man verantwortlich und professionell Astrologie betreibt, denn alle Berechnungen bauen darauf auf. Die von mir benutzte Methode hat sich durch die Erfahrungen bestätigt und in der Praxis bewährt. Mit ihr sucht man die Geburtsstunde nach der funktionierenden Startminute der individuel­len inneren Uhr ab. An diesem verbindlichen Zeitpunkt setzen dann alle folgenden Berechnungen an: präzise und zufriedenstellende Deutungen hängen wesentlich davon ab. Man sollte also zwischen der dokumentierten "Geburtszeit", deren Genauigkeit als gesicherter Ausgangspunkt unverzichtbar ist, und der "Horoskop-Anfangszeit" differenzieren.

 

Diese biografische Startminute ist natürlich nicht der Anfang des Lebens, denn vorher hat man ein Leben als Embryo, der bereits am Daumen lutscht und Träumen kann. Die Geburt ist jedoch

  • der sichtbare und sozial definierbare Anfang eines "Erdendaseins". Das Individuum ist davor als solches, als selbständiger Organismus noch nicht definierbar, ist eher ein Teil der Mutter.

  • ein eindeutigerer, nachvollziehbarerer Zeitpunkt für eine Horoskop-Berechnung als der Zeugungsmoment, der seinerseits etwas über die Schwangerschaft aussagen kann, die durch die Geburt dann beendet ist. Mit dem Geburts-Horoskop fängt also etwas wirklich Neues an.

  • seit Jahrhunderten der Ausgangspunkt aller astrologischen Beschäftigungen, weshalb sich das astrologische System von hier aus entwickelte. Grundbegriffe und Methoden der Astrologie basieren auf Beobachtungen des Geburtsmoments, die Deutung bewegt sich innerhalb dieses Gedankengebäudes - andernfalls müsste erst einmal ein völlig neues Konzept der Astrologie erfunden werden.

  • der Zeitpunkt, von dem aus ein spezifisches Verhältnis eines Menschen (nicht eines Fötus) zu einer konkreten Umgebung festgestellt werden kann. Nach dem "Schwimmen" im Mutter­bauch wird erstmalig zwischen oben und unten, zwischen links und rechts, vorne und hinten "selbständig" unterschieden, was im Horoskop sichtbar und deutbar ist. Erst damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass ein vollständiges und eigenständiges Horoskop mit individuell benenn­baren Konditionierungen von außen und Aufgaben in der Umwelt definiert werden kann.

 

So wie das folgende Leben ist schon diese Startminute wohl sehr individuell: einmal scheint es der Blasensprung oder der Beginn der Presswehen zu sein, einmal das Erscheinen des Kopfes, dann der erste Atemzug oder das Abnabeln. Heute weiß man ja auch, dass jeder sein individuelles Geburts­trauma hat. Diese "erste Geschichte" erzählt schon keimhaft etwas über gewisse Leitmotive des Lebens.

 

Diese Horoskop-Anfangsminute kann empirisch überprüft werden, sowohl anhand des individuellen Verhältnisses zur Umwelt als auch durch retrospektive Beobachtungen von Phasen und Ereignissen. Besondere Aufmerksamkeit und Zeit investiere ich in diese Kontrolle (Korrektur, Verifikation) der mitgeteilten Geburtszeit. Jede Geburt, auch wenn sie normal verläuft, braucht ihre Zeit. Der gesamte Verlauf dauert heute durchschnittlich 8-18 Stunden, der eigentliche Austritt normalerweise etwa 20 Minu­ten. Noch vor wenigen Jahrzehnten rechnete man mit 15-24 Stunden (besonders bei Erstgeburten).

 

In diesem komplexen Prozess den individuell maßgeblichen Moment festzustellen - unabhängig von der Frage, was wann von wem aufgeschrieben wurde - ist das Ziel der Geburtszeit-Korrektur. Davon hängt mehr ab als sich der Laie vorstellen kann. Interpreta­tionen ohne überprüfte Geburtszeit sind nicht präzise und nuancierend genug: ich kann sie bei der Deutung meiner ausführlichen und tiefer gehenden Angebote nicht verantworten. Denn es geht

  1. um die spätere Genauigkeit der Beschreibung von Zeitabläufen (Sinn und Dauer einzelner Lebensphasen, zu verantwortende Schlussfolgerungen und Empfehlungen).

  2. darum, bei der Persönlichkeitsanalyse seelisch-geistigen Differenzierungen und der Einmaligkeit gerecht zu werden, sich dem Menschen auf der feinstofflichen Bewusstseinsebene nicht mit groben, sondern individuell abgestimmten Hilfsmitteln anzunähern.

  3. darum, eine abgesicherte Basis für spätere Fragen aller Art und aufbauende Spezial­horoskope zu erarbeiten.

Die heute vielgepriesene Computer-Genauigkeit beim Ausrechnen eines Geburts­horoskops hat gar keine Bedeutung, wenn die Geburtszeit nicht mit Ereignisdaten der eigenen Vergan­genheit vorher überprüft wurde. Sie kann bei der verbreiteten Computer­gläubigkeit sogar eine sehr trügerische Gewissheit suggerieren. Horoskope mit unkon­trollierter Uhrzeit weisen gelegentlich falsche Aszendenten oder Häuser- / Felder-Positionen auf und gehen bei einigen Prognosemethoden pro 4 verschobene Zeitminuten um ein ganzes Lebensjahr fehl! Bei einer durchschnittlichen Korrektur (s.u.) werden mit einer der wichtigsten Diagnose-Methoden also Konstellationen interpretiert, die erst 3-4 Jahre später zu erwarten wären. Auch das Beschreiben des Verhältnisses von Introversion zu Extraversion, d.h. des Bezugs zur Umwelt hängt wesentlich von der funktionierenden Horoskop-Anfangszeit ab.

 

Deshalb bespreche ich die ausführlicheren Horoskope mit einer nach der Kündig-Methode kontrol­lierten und korrigierten Geburtszeit. Meine Horoskop-Grafiken werden alle mit den sogenannten "Koch-Häusern" (GOH) berechnet und in der Art von Bruno Huber (API) gezeichnet. Da nur verein­zelte Astrologen genau auf diese Weise Horoskope erarbeiten, nützen mir bereits vorhandene Horos­kope meistens leider nichts. Ich muss sie mit meinen Kriterien ohnehin neu erstellen, um meinem Anspruch an optische Klarheit und meiner Verantwortung hinsichtlich Genauigkeit und Differenzie­rung gerecht zu werden. Außerdem hat sich meine Seh- und Denkweise an die erwähnte Darstel­lungsform gewöhnt, so dass ich damit - auch im Interesse meiner Klienten - die besten Ergebnisse erreiche.

 

Damit ich nicht Vermutungen aufstellen, spekulieren und viele Stunden zusätzliche (bezahlte oder unbezahlte?) Arbeit machen muss, ist es dringend erforderlich, dass Sie alle möglichen Wege gehen, um eine gesicherte Geburtszeit herauszufinden. Eine Geburtszeit-Kontrolle oder Geburts­zeit-Korrektur im üblichen Umfang der Überprüfung kann nur anhand einer bekannten Uhrzeit vorgenommen werden. Ich rechne sie unabhängig vom tatsächlichen Arbeitsaufwand pauschal ab. Wenn die Vorgaben vage sind und der zu untersuchende Zeitraum größer ist, vervielfacht sich das Arbeitsvolumen: die Korrektur-Arbeit muss in diesen Fällen nach Aufwand und kann nicht mehr pauschal abge­rechnet werden. Ist der zeitliche Spielraum minimal, so fällt die zu prüfende Zeitstrecke in die übliche Spanne, die selbst bei einer genauen Zeitangabe ohnehin untersucht werden muss, es entstehen keine zusätzlichen Kosten.

 

Siehe auch Wie viel ? / Preisliste

 

Selbst wenn das Ergebnis von langer Vorbereitungsarbeit am Ende vielleicht nur 2 Minuten sein sollte, war die Arbeit nicht vergebens, profitiert die Deutung wesentlich durch die Gewissheit auf einer überprüften Grundlage zu arbeiten.

 

Bei einigen der angebotenen Horoskope für Erwachsene und Kinder ist die Korrekturarbeit im üblichen Umfang in der Pauschale inbegriffen und muss nicht extra bestellt werden. Sie kann aber auch als Einzelleistung ohne Interpretation in Auftrag gegeben werden, das Ergebnis wird nach Zahlung des Honorars mitgeteilt, auf Wunsch wird auch die Grafik verschickt.

 

Ich biete meine Erfahrungen beim Korrigieren von Geburtszeiten auch Kollegen, Therapeuten, Schülern der Astrologie und Hobbyastrologen an, die schwierige oder unklare Fälle haben bzw. die nicht erfahren genug sind, diese Geburtszeitkorrektur selber anzuwenden, oder sich aus anderen Gründen nicht mit den mühsamen Geburtszeitkorrekturen beschäftigen können oder wollen.

 

Bei einigen Horoskop-Arten ist es nicht bloß eine Frage der Genauigkeit, ob sie mit oder ohne Geburtszeit-Korrektur erstellt werden sollen, sie sind ohne die Korrektur einfach nicht richtig oder gar nicht machbar. Deshalb ist eine einmal gemachte Geburtszeit-Korrektur z.B. für Jahres- und Orts-Horoskope unerlässlich.